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Ausgabe 1/2002
50. IWT und 46. FICS-Kongress in Cardiff / Caerdydd
Die britischen Inseln sind seit jeher etwas Spezielles. Die Briten fahren nicht nur Auto auf der “falschen” Seite, sondern rechnen auch in Miles und Pints. Trotz der EU-Zugehörigkeit bleiben die Insulaner ein Völklein für sich…ich meine dies aber durchaus positiv! Ich kenne die britischen Tonjäger seit 1972 , denn während meines 1-jaehrigen Englandaufenthaltes war ich ab und zu Gast im North London Tape Club. Die Briten sind treue IWT-Besucher, trotz der fast immer langen Reise über den Kanal bzw. durch den Tunnel. Es ist daher schade, dass ausser 7 Niederländern nur 7 weitere Festlandeuropäer sich solidarisch verhalten haben. Belgien, Italien und Österreich waren nicht vertreten! Die Reise hat sich aber gelohnt, und ich danke im Namen der FICS und des STV den Organisatoren. Ich habe bewusst immer von den Briten gesprochen, denn wir waren diesmal ja nicht in England sondern in Cardiff der Hauptstadt von WALES zu Gast! Die Waliser haben eine eigene Sprache, das Welsh. Alle Bezeichnungen sind in der Regel zweisprachig angeschrieben. Organisatoren vor Ort waren Peter Jones und Ray Veysey.

IWT-Headquarter war das Moat House, 4 Meilen ausserhalb der Stadt gelegen. Es ist sehr angenehm, wenn alle Veranstaltungen “im Hause” stattfinden…wobei die Pünktlichkeit der Teilnehmer aber trotzdem etwas zu wünschen übrig liess! Der Kongress verlief ruhig und schnell, da Englisch als Sprache genügte. Pierre Walder erhielt für seinen langjährigen Einsatz die Ehrenmitglied der FICS verliehen. Das frühe Kongressende gab Gelegenheit am Nachmittag auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Ich entschloss mich für eine interessante Schlossführung. Am Abend erfolgte im Mansion House der Empfang Mr. Phil Robinson, Vertreter des Bürgermeisters. Mit genügend Flüssigkeit und Knabbergebäck stimmten wir uns auf ein anschliessendes Nachtessen in einem Pub ein. Der Samstag war wie üblich den Audio-Arbeiten gewidmet. Perfekte Vorführung ab CD-Kopien. Am Abend traditionelles Fish and Chips essen bei Harry Ramsden’s. Die Videovorführungen ab digitalem Kopienband am Sonntag verliefen ebenfalls fehlerfrei dank Ken Geen. Bill Surringer zeigte uns in engagierter Form am Nachmittag die City Hall von Cardiff.

Die Exkursion am Montag führte uns in die Cardiff Bay. Seit Mitte 2001 besteht durch einen 1 km langen Damm eine Süsswasserbucht von 250 Hektaren. Die Bucht hatte mit 14 m weltweit die zweitgrösste Differenz zwischen Ebbe und Flut.

Am Nachmittag war Sport angesagt: wir besuchten das Millennium Stadium mit 72’000 Sitzplätzen und einem komplett verschliessbaren Dach. Nebst dem traditionellen Rugby kann aber praktisch alles (Fussball, Konzerte, Eishockey) in diesem Multistadium durchgeführt werden.

Schlussabend im schönen Prinz Edward Saal. Erstmals mit Videobeam-Unterstützung bei der Preisverteilung. Ken Geen hatte nicht nur einen Zusammenschnitt pro Videokategorie erstellt, sondern auch Informationstafeln mit den drei ersten pro Kategorie. Eine fabelhafte Idee! Zum zweiten Male sicherte sich der Franzose Pierre Flahaut den GP AUDIO, knapp vor unserem Heiner Schaub. Die Schweiz errang dafür den GP VIDEO und siegte auch im Nationenklassement Audio.

Helmut Weber
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